München, deine Musiker - The Wildfire

February 15, 2018

 

 

Ich hatte meinen ersten Auftritt als 7- jähriger, bei dem ich ein Solo auf einer Abendveranstaltung in der vollbesetzten Turnhalle meiner Volksschule singen musste - mit dem verheißungsvoll Text: "Ach nun glaub ich selbst daran, daß aus mir nichts werden kann."

Danach ging ich in der 2. Klasse in die Singschule, in der 3. und 4. Klasse war ich im musikalischer Grundkurs mit Orff'schem Schlagwerk und nebenher hatte ich ein paar Jahre Akkordeonunterricht bei unsäglichen Lehrern der Städtischen Musikschule.

Die Gitarre bekam ich dann zu meinem 13. Geburtstag oder Weihnachten, was bei mir kein großer Unterschied ist und ich habe ein paar Monate privaten Gitarrenunterricht bei dem am wenigsten schlechten Lehrer der Musikschule genommen. Alles andere habe ich mir durch hören und ausprobieren selbst beigebracht.

In der 6. Klasse habe ich meinen ersten Song unter der Schulbank geschrieben.

Zusammen mit meinem sangesbegeisterten Freund Richie,

mit dem ich auch gleich eine Band gegründet habe.

Jeden Samstag hat dann "The Rising Sun" in den Räumen von seinen Eltern oder denen seines Cousins Jimmy in Freimann geprobt. Richie hat sich Basssaiten auf eine alte Schlaggitarre gespannt und ich habe ihm die ersten Töne gezeigt. Innerhalb kürzester Zeit hat er ziemlich gut gespielt und wir haben die Songs abwechselnd oder gemeinsam gesungen. 

 

Jimmy hatte schnell ein Drumkit, bald war auch ein E-Bass da und von meinem ersten Ferienjob hab ich mir meine E-Gitarre gekauft. Bald hatten wir auch Verstärker und der Übungsraum wurde in den Kieferngarten verlagert, weil dort im Wohnzimmer eines Einfamilienhauses das Klavier unserer neuen Pianistin Hilde gestanden hat. Was waren wir stolz darauf, daß dieses Mädchen, das schon in der 13. Klasse war, mit uns in der Band gespielt hat –  waren wir doch noch in der 7. und 8. Klasse!

Die Band hieß in dieser Zeit schon „Fancy Music“ und irgendwann danach hat die Hilde dann vielleicht zum Studieren angefangen und wir sind zu Andi in den Partykeller gezogen, wo eine richtige Orgel stand und wir haben auch einen zweiten Gitarristen dazu bekommen, der ebenfalls Jimmy hieß.

 

Wir haben hauptsächlich Covers gespielt, aber oft lange Improvisationen eingebaut. Mit unseren bescheidenen Mitteln waren das gelungene Interpretationen von Rocksongs unserer Idole und unsere Musik hatte auch erste Fans, die uns im Übungsraum zugehört haben. Außerdem habe ich meine erste vollständige Ballade mit 16 Jahren für die Band geschrieben. 

 

Zu unserem ersten Auftritt in der Maxvorstadt sind wir übrigens mit der Straßenbahn gefahren, Verstärker, Boxen, Instrumente, alles selbst transportiert. Wir waren damals vierzehn und fünfzehn Jahre und dachten nicht im Traum daran, unsere Eltern zu fragen, ob sie uns fahren würden.

Aus dieser Zeit ließe sich noch viel erzählen...

In den 80er Jahren hatte ich eine Rock Band in dem Jugendzentrum, das ich damals geleitet habe und in dieser Zeit sind auch viele Songs entstanden. Entweder gemeinsam mit den Musikern von "The Sensationel Snowblind" oder ich habe sie alleine geschrieben und der Band dann vorgestellt.

Auch das war eine sehr schöne und höchst produktive Zeit und wir sind in Jugendzentren, Pfarrsälen und auf einem Festival im Westen von München und auch einmal im Crash aufgetreten, das damals noch in der Lindwurmstraße war. Das Material war rockig mit zwei E-Gitarren, Bass und Schlagzeug und mit einigen schönen Balladen und Rocksongs in Deutsch und Englisch. Aus dieser Zeit gibt es auch noch Tapes, während die erste Band nur noch in Erinnerungen lebendig ist.

Seit 2012 schreibe ich nun vermehrt Songs,

meistens in Englisch,

manchmal in bayrisch und stilistisch ist das im Bereich

Folk, Alternative Country, Rock angesiedelt.

Meine Lieder haben sehr viel mit mir und meinem Umfeld zu tun und reichen von melancholischen Songs bis zu glühenden Liebesliedern, die bayrischen sind manchmal auch mit einer Portion Humor ausgestattet. Sie entstehen in einem unvorhersehbaren Kreativprozess und ich habe beim Schreiben die gleiche unbändige Freude wie bei einem gelungenen Auftritt.

Ich trete in München und Oberbayern auf und baue meinen Radius momentan weiter aus. Die Gigs sind in Kneipen, Bars und Cafés, auf kleinen Festivals und ich trete auch immer wieder auf Open Mic und Open Stages auf. Ich spiele auch Vernissagen und man kann mich natürlich auch für Wohnzimmerkonzerte buchen. Oft sieht man mich auch auf Jam Sessions, allerdings bin ich dann meistens im Publikum und genieße die Musik!

Bei regelmäßigen Abenden mit "The Wildfire and Friends"

treten auch andere Singer Songwriter verschiedener Genres bei mir auf.

Das reicht von Chanson, über Liedermacher mit deutsche Texten, Folk und Rock und manchmal auch Poetry. Auch ich schreibe manchmal Lyrik und diese erstaunlicherweise nur in hochdeutsch. Sie wird in passendem Rahmen von mir ohne Musik vorgetragen. 

Es gibt seit dem Frühjahr 2016 auch das Duo "Zofia and The Wildfire" mit der dänischen Sängerin, Musikerin und Tänzerin Zofia Arnfred, mit der ich über 50 mal aufgetreten bin, aber sie ist wieder nach Kopenhagen zurück gezogen und wir spielen erst wieder, wenn ich Ende April bei ihr in Dänemark bin und wenn sie im Sommer hier in München sein wird. Ansonsten natürlich auch wo man uns bucht und Reisekosten übernommen werden.

Das Programm enthält gemeinsame Songs mit Gitarre begleitet und auch einzelne Songs, bei denen Zofia sich selbst mit dem Keyboard begleitet und ein paar, die ich alleine zur Gitarre singe. So entsteht ein abwechslungsreicher Abend und wirklich, Zofia hat eine Wahnsinnsstimme.

Ich sehe mich, wenn ich "The Wildfire" bin, als Folk Singer und wenn ich "Da Wildfeuer" bin, als Volkssänger und ich greife jeweils die Themen auf, die mich bewegen.

Man findet mich in facebook unter Robert Wildfeuer und im Frühling oder Sommer möchte ich auch in den USA auftreten!

So, keep the Wildfire burning…

 

 

 

Please reload